Offener Mürschter Ansatz
Das Konzept beginnt mit einer ausführlichen Chronik zur Entstehung des Kindergartens. Es folgt eine Hinführung mit der Entwicklung des Kindergartens im pädagogischen Bereich und der Begründung zur Konzepterarbeitung. Im den nächsten Teilen werden die Situationen des KINDES, seine Rechte und Bedürfnisse er- läutert. Nach Abklären der gegenseitigen Erwartungshaltungen (>Träger>Eltern>Personal) wurden Eine Bedarfsanalyse erstellt und dann die Schwerpunkte und Zielsetzung, sowie der pädagogische Ansatz festgelegt.
Die PERSÖNLICHKEIT des einzelnen Kindes steht an erster Stelle. Als individuelles Wesen wird es da abgeholt, wo es in seiner Entwicklung gerade steht und wird GANZHEITLICH gefördert. Religiöse Grundwerte bestimmen die Erziehung. Aufgenommen werden alle Kinder aus dem Einzugsbereich ohne Unterscheidung - Ausländerkinder, Kinder von Asylbewerbern, Kinder anderer Religionen, Kinder mit Entwicklungsverzögerung und auch behinderte Kinder. Sie alle werden in die Gruppen integriert. Seit dem Kindergartenjahr 1999/2000 können auch Kinder unter 3 Jahren aufgenommen werden."Natur und Schöpfung" ist einer der Schwerpunkte. Daher werden den Kindern vielfältige Möglichkeiten geboten, mit den Sinnen ihre Umwelt zu "erfahren". Projektarbeit wird bei uns groß geschrieben, denn dadurch können wir langfristig bestimmte Themen- kreise gruppenübergreifend anbieten und situations- und kindgerecht aufarbeiten.
Offenes Arbeiten gilt für sämtliche Bereiche, die die sozialpädagogische Einrichtung betreffen. So werden keine Wochenpläne mehr erstellt. Die Erzieher gehen situationsgerecht auf das Kind ein und bieten Aktivitäten flexibel an. Sie sind dem Kind ein Partner und Vorbild, geben Impulse und Förderung, sind aber auch Betreuer und Bezugspersonen.
Das Kind trägt nach seinen Möglichkeiten zur Gestaltung des Tagesablaufs bei und lernt durch Selbstbestimmung Eigenverantwortung und realitätsnahes Planen und Agieren.
Intensive Elternarbeit ist unerläßlich, um den Bedarf der einzelnen Familien zu erkennen und die Dienstleistungen darauf abzustimmen. Das erfordert enge Zusammenarbeit mit den vernetzten Einrichtungen wie Beratungsstellen, Schulen u.s.w. Aufgrund dieser Öffnung zur Familie wurden flexible Kindergartenzeiten eingeführt. Die Einrichtung betreut die Kinder 44 ¾ Std. in der Woche und bietet auch Mittagsbetreuung mit warmem und kaltem Essen an. Dabei wird auf gesunde und abwechslungsreiches Ernährung geachtet.
Um dem Bewegungsdrang der Kinder nachzukommen und das Körperbewußtsein der Kinder, sowie die Grobmotorik ausreichend zu fördern, wird angestrebt, möglichst viel Zeit im Bewegungsraum, im Außengelände und in der freien Natur zu verbringen.
Kreatives Arbeiten in allen Bereichen erscheint uns allen besonders wichtig. In kreativem Tun kann das Kind zum Ausdruck bringen, was es fühlt und denkt. Die Erzieher bieten umfassende Möglichkeiten zum Gestalten, Musizieren und für Rollenspiele.
Ein weiterer Teil des Konzeptes befasst sich mit Prinzipien und Grundsätzen unserer Arbeit, wie z. B. die Gruppenzusammensetzung, Formen der offenen Arbeit, Planung und Organisation. Ausführlich wird auch die "Stellung" des Personals erörtert, die Aufgaben, Stellenbeschreibungen, die Zusammenarbeit im Team und die Mitarbeiterführung, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Betreuung von Praktikanten aus verschiedenen Schulen. Ein wichtiger Abschnitt erklärt die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und die Vernetzung nach außen.
Bei den regelmäßigen und situationsbedingten Überprüfungen des Konzeptes werden die Ergänzungen, Änderungen und Erweiterungen zum Orginaltext der Anfangsfassung beigefügt.